Polynukleotide / „Lachs-DNA“

Polynukleotide sind biostimulierende Wirkstoffe, die in der ästhetischen Medizin zur Verbesserung der Hautqualität eingesetzt werden. Sie bestehen aus hochgereinigten DNA-Bausteinen und werden häufig umgangssprachlich als „Lachs-DNA“ bezeichnet.

Anders als klassische Hyaluronsäure-Filler steht bei Polynukleotiden nicht der Aufbau von Volumen im Vordergrund. Ziel der Behandlung ist vielmehr, regenerative Prozesse der Haut zu unterstützen und die Hautstruktur langfristig zu verbessern.

Besonders beliebt ist die Behandlung im Bereich der empfindlichen Augenpartie, beispielsweise bei feinen Linien, müde wirkender oder dünner Haut.

Wie funktioniert eine Behandlung mit Polynukleotiden?

Polynukleotide werden mit feinen Nadeln gezielt und oberflächlich in die Haut eingebracht. Dort können sie regenerative Prozesse unterstützen und die Aktivität der Fibroblasten fördern. Diese Zellen spielen unter anderem eine wichtige Rolle bei der Bildung von Kollagen und anderen Bestandteilen des Bindegewebes.

Ziel ist eine schrittweise Verbesserung der Hautqualität, Elastizität und Hautstruktur. Im Gegensatz zu einem Filler wird dabei kein gezieltes Volumen aufgebaut – das Ergebnis soll sich vielmehr natürlich und zunehmend im Verlauf der Behandlungsserie entwickeln.

Polynukleotide für die Augenpartie

Die Haut rund um die Augen ist besonders dünn und empfindlich. Veränderungen der Hautqualität werden hier deshalb häufig früh sichtbar: feine Linien, Knitterfältchen oder eine dünne, müde wirkende Haut können den Blick weniger frisch erscheinen lassen.

Polynukleotide eignen sich besonders für die Behandlung dieser sensiblen Region, da sie auf die Verbesserung der Hautqualität und Regeneration abzielen, ohne die Augenpartie gezielt aufzupolstern.

Die Behandlung kann insbesondere sinnvoll sein bei:

Weitere mögliche Anwendungsbereiche

Neben der Augenpartie können Polynukleotide je nach Präparat und individuellem Hautbefund auch in anderen Regionen eingesetzt werden, beispielsweise im:

Welche Behandlung und welches Präparat geeignet sind, wird individuell im Rahmen der ärztlichen Beratung beurteilt.

Ablauf der Behandlung

Nach Reinigung und Desinfektion der Haut werden die Polynukleotide mit sehr feinen Nadeln in kleinen Mengen in die gewünschten Hautareale injiziert. Bei Bedarf kann vorab eine betäubende Creme aufgetragen werden.

Direkt nach der Behandlung können insbesondere im Bereich der Augen kleine sichtbare Quaddeln an den Einstichstellen entstehen. Auch leichte Rötungen, Schwellungen oder kleine Blutergüsse sind möglich. Diese Reaktionen bilden sich in der Regel innerhalb kurzer Zeit wieder zurück.

Da Polynukleotide ihre Wirkung nicht primär durch einen sofortigen Volumeneffekt entfalten, entwickelt sich die Verbesserung der Hautqualität schrittweise. Für ein optimales Ergebnis ist in der Regel eine Behandlungsserie sinnvoll.

Behandlung auf einen Blick